1986 wurde das Landes-Jugend-Akkordeonorchester Rheinland-Pfalz von Herrn Klaus
Kronibus gegründet, der auch zunächst dessen Leitung innehatte. Nach Klaus
Kronibus standen auch Arno Hupprich, Harald Kronibus und Ralf Bethke am Dirigentenpult.
Ein Höhepunkt in der Geschichte des Orchesters war die Konzertreise nach
Skandinavien. 1994 bereiste das Orchester Dänemark, Schweden und Norwegen, wo
verschiedene Konzerte stattfanden.
Ein großes Projekt war auch das Ehrenkonzert für Klaus Kronibus im Jahre
2002. Neben der Leitung des Landes-Orchesters hat er sich auch lange Jahre als
Musikpädagoge, Dirigent des Alsenborner Akkordeonorchesters und verschiedener
Chöre sowie Vorsitzender des DHV Landesverbandes Rheinland-Pfalz verdient gemacht.
2001 gab Kronibus die Tätigkeit als DHV-Landesvorsitzender an Albert Martin ab.
Um seine Arbeit zu würdigen, entschlossen sich seine Vorstandskollegen, dies in
musikalischer Form zu tun. Man rief Spielerinnen und Spieler der "ersten
Stunde" des Landes-Orchesters auf, bei der Gestaltung eines Konzertes zu Ehren
von Herrn Kronibus mitzuwirken. Viele der "alten" Spielerinnen und Spieler
folgten diesem Ruf. Aber auch einige "neue" Musiker aus den Orchestern in
Rheinland-Pfalz wollten sich gerne im Landes-Orchester engagieren. Als Dirigenten
konnte man Wolfgang R. Wagner gewinnen, selbst ein ehemaliger Spieler des Orchesters.
Unter seiner Leitung war das Orchester Gast bei Jubiläums- und
Festveranstaltungen. So gab es Konzerte in Flörsheim, Frankenthal, Landstuhl und
Rockenhausen. Hier traten auch Solisten aus den eigenen Reihen auf, Katrin Kretner und
Ralf Bethke. Das abwechslungsreiche Repertoire beinhaltet gleichermaßen
Originalkompositionen wie künstlerische Bearbeitungen.
Eine weitere Herausforderung war für das LjAO die Gestaltung des
Eröffnungskonzertes zur Osterarbeitswoche 2005 in Trossingen.
Um dem Anlass des diesjährigen Festkonzertes bestmöglich gerecht zu werden,
hat das LjAO bereits zwei Probephasen absolviert. An den Probewochenenden, die in
Jugendherbergen in Rheinland-Pfalz stattfinden, erarbeiten die ca. 30 Aktiven des
Orchesters ihr anspruchsvolles Programm. Bemerkenswert ist der Elan, mit welchem sich
die Musiker dieser musikalischen Aufgabe widmen.
Obwohl dem LjAO als Auswahlorchester ein hohes musikalisches Potential zur
Verfügung steht, erfordert es von jedem einzelnen Musiker neben der Technik ein
hohes Maß an Spiel- und Gruppendisziplin sowie ein sensibles Reagieren auf
interpretatorische Feinheiten, um in der begrenzten Zeit die musikalischen
Anforderungen zu bewältigen.
Der DHV Landesverband Rheinland-Pfalz mit seinem heutigen Vorsitzenden Manfred
Baudisch ist stolz auf die Ensemblemitglieder, die durch ihr großes
persönliches Engagement die Existenz dieses Orchesters ermöglichen.
Zweifellos bedarf es außerdem einer feinfühligen Führung durch einen
kompetenten Dirigenten, der die Fähigkeiten, aber auch die Schwachpunkte positiv
zu kanalisieren und einzusetzen weiß. Zurzeit steht Wolfgang Rochus Wagner am
Pult. Wagner, Jahrgang 1968, erhielt seinen ersten Akkordeonunterricht im Alter von
elf Jahren. Seine Begeisterung für dieses Instrument weckte früh den Wunsch
Musiker zu werden. Er spielte in verschiedenen Orchestern im Rhein-Main-Gebiet. 1989
wurde er Schüler von Ria Moser. Bis 1995 absolvierte er sein Studium mit
Hauptfach Akkordeon (Nebenfach Klavier) an der Wiesbadener Musikakademie bei Dr.
Jörg Mehren. Neben seiner solistischen Ausbildung weckte die Orchesterarbeit als
Dirigent sein Interesse. Er nahm privat Dirigierunterricht und konnte außerdem
bei Generalmusikdirektor Marc Albrecht am Staatstheater Darmstadt hospitieren.
Seit 1994 dirigiert Wagner den Verein der Akkordeonfreunde Flörsheim 1955. In den
Jahren 1996 und 1999 konnte dieses Ensemble unter seiner Leitung den renommierten
Rudolf Würthner-Preis gewinnen.
Des Weiteren dirigiert Wagner den Akkordeon-Konzertverein Darmstadt 1936 e.V..
Seit 1999 steht auch das Mediziner Sinfonieorchester der Uniklinik Mainz unter seiner
Leitung.